Unser Bähnle

Daten und Fakten zu unserem Bähnle

Technische Daten im Überblick:

Baubeginn und Fertigstellung der Feldbergbahn war im Jahr 1999

Bergstation: 1.450 m

Bahnlänge: 900 m

Höhenunterschied: 175 m

Stützen: 8 Stück

Förderleildurchmesser: 43 mm

Antrieb: 430 KW = 585 PS

Förderleistung Sommer: 15 Kabinen á 8 Personen / 800 Personen pro Stunde

Fahrzeit im Sommer: Berg- und Talfahrt ca. 15 Minuten

Förderleistung Winter: 57 Sessel á Personen mit Bubble / 3.000 Person pro Stunde

Hersteller: Firma Doppelmayr Österreich

 

Seil gibt Sicherheit

Es handelt sich um ein 6-litziges Förderseil (so nennt man in Ihrem Fall die Seilfunktion, da es die Kabinen gleichzeitig „trägt“ und „zieht“, bei der Schauinslandbahn in Freiburg z.B. unterscheidet man „Trag- und Zugseile“, da die Tragseile nur die Fahrbahn bilden und die beiden Zugseile die Kabinen bewegen).

Die Machart der Litzen (das sind die sechs „Drahtbündel“ , aus denen das Seil besteht) nennt sich „Warrington-Seale“, da es eine Kombination aus zwei Grundkonstruktionen ist. Den Warrington-Anteil erkennt man daran, dass in einer Drahtlage der Litze dicke und dünne Drähte nebeneinander liegen, so dass ein besonders runder und gut gefüllter Querschnitt entsteht. Den Seale-Anteil der Litze erkennt man wiederum daran, dass gegenüber den unteren Drahtlagen besonders dicke Drähte außen sind, die das Seil robust und weniger empfindlich gegen mechanischen Abrieb von außen machen (nur zur Info: Herr Seale hat diese Machart vor langer Zeit für die Cable Car in San Francisco erfunden, da hier die Wagen zum Losfahren auf das immerzu laufende Seil geklemmt werden. Das Seil rutscht also eine Weile durch die Klemme und beschleunigt somit sanft den Wagen, erfährt aber starken Abrieb in dieser Kupplung, weshalb man einen solchen Seiltyp gut gebrauchen konnte). Im Bild „Schema…jpg“ kann man das gut sehen.

Die Mindestbruchkraft des Seils beträgt 1135 kN (Kilo-Newton), das entspricht etwa 115 Tonnen, die ein Probestück des Seils mindestens bei der Abnahme nach der Fertigung im Zerreißversuch halten musste. Der tatsächliche Wert liegt also noch höher! Die Seilbahn darf das Seil im schlimmsten Fall (z.B. Voll beladen + volle Bremsung, kann von Bahn zu Bahn unterschiedlich sein) höchstens um einen vier-Mal niedrigeren Wert belasten, das regelt aktuell die Europanorm „EN12927“. Im normalen Betrieb treten aber nicht einmal diese Kräfte auf.

Die Drähte bestehen grundsätzlich aus Stahl, der durch „Patentieren“ (eine spezielle Wärmebehandlung des Materials) und „Kaltverformung“ gehärtet wurde. Die Drähte Ihres Seils müssen mindestens 1770 N/mm² aushalten (die sogenannte Drahtnennfestigkeit), das sind umgerechnet ca. 180kg pro mm² Drahtquerschnitt. Alle Drähte sind verzinkt, so dass sie nicht rosten (der Ingenieur sagt „korrodieren“) können.

Das Seil ist ein Gleichschlag-Seil, d.h. die Litzen und die Drähte sind in die gleiche Richtung gedreht (der Seiler sagt „geschlagen“). Man kann Litzen und Drähte auch gegenläufig schlagen, das ist dann ein Kreuzschlag Seil mit anderen Eigenschaften. Für Ihren Bahntyp werden grundsätzlich nur Gleichschlagseile eingesetzt.

Die Fasereinlage dient dazu, die Litzen des Seils zu stützen und sie in einem definierten Abstand zu halten. Sie ist aus Kunststoff und macht das Seil somit auch biegsamer. Die Fasereinlage trägt nicht zur Tragkraft des Seils bei. Da sie viel elastischer ist als die Litzen und sich somit leichter längt, steht die Einlage kaum unter Spannung, während die Litzen bereits voll belastet sind.